{"id":264,"date":"2013-12-06T14:21:42","date_gmt":"2013-12-06T12:21:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.u-p-media.de\/laterrazza\/?page_id=264"},"modified":"2014-09-26T23:54:35","modified_gmt":"2014-09-26T21:54:35","slug":"ueber-uns","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.laterrazza-kamen.de\/?page_id=264","title":{"rendered":"\u00dcber uns"},"content":{"rendered":"<h4>Von Mirto Crosia \u00fcber Mailand nach Kamen<\/h4>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-358\" alt=\"Levent_Gino\" src=\"http:\/\/www.laterrazza-kamen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Levent_Gino-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.laterrazza-kamen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Levent_Gino-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.laterrazza-kamen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Levent_Gino.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Bislang hatte mich niemand ernsthaft danach gefragt, ob ich mir vorstellen k\u00f6nne, wieder zur\u00fcckzukehren. Nach so vielen Jahren in Deutschland zur\u00fcckkehren, weg aus dem Ruhrgebiet, in meine alte Heimat, nach Kalabrien in den Ort Mirto Crosia, in dem ich 11.6. 1969 geboren wurde. Jetzt, wo mich ein giornalista danach fragt, muss ich sagen, Nein. Warum auch?<\/p>\n<p>Mit 16 verlie\u00df ich erstmals f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit meine Heimat in Richtung Norditalien. In Mailand hatte ich Arbeit gefunden, dort habe ich drei Jahre als Installateur gearbeitet und als junger Mann gutes Geld verdient. Schlie\u00dflich wurde ich eingezogen, f\u00fcr ein Jahr. Nach dem Milit\u00e4rdienst kehrte ich zun\u00e4chst wieder nach Mirto Crosia zur\u00fcck, aber nicht f\u00fcr lange. Es war mehr ein Zufall. Eines Tages sprach mich Giovanni Carnevale an, er hatte in Mirto Crosia eine gro\u00dfe Pizzeria, aber wie ich h\u00f6rte, wohnte auch er in Deutschland. Unter Hamm konnte ich mir damals nichts vorstellen. Auf meiner internationalen Fu\u00dfball-Landkarte kam Hamm nicht vor. Als juve tifosa kannte ich viele europ\u00e4ische Fu\u00dfballst\u00e4dte, darunter auch die bekannten deutschen, aber Hamm geh\u00f6rte definitiv nicht dazu.<\/p>\n<p>Also, ich bekam einen Anruf aus Deutschland. Ich sagte, va bene und wenige Tage sp\u00e4ter sa\u00df ich schon im Zug nach Germania. Am 17. Mai 1990 kam ich, also Luigi Forciniti, f\u00fcr alle Gino, um 22.15 h in Dortmund an. Damals ahnte ich noch nicht, dass mich meine Wege noch h\u00e4ufiger in diese fu\u00dfballverr\u00fcckte Stadt f\u00fchren w\u00fcrden &#8211; und ich irgendwann auch mit einem schwarz-gelben Schal im Signal Iduna Park Stadion sitzen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Dann, allora, holten mich Freunde aus meiner Heimatstadt ab. Sie arbeiteten bereits in der Pizzeria. Wir zogen erst einmal um die H\u00e4user, wir hatten viel Spa\u00df und sp\u00e4ter fiel ich todm\u00fcde ins Bett.<\/p>\n<p>Ich wusste eigentlich nicht so genau, was mich erwartete, aber ich hatte mir eigentlich auch nicht so viel Kopf dar\u00fcber gemacht, ich wollte nur einen Monat bleiben und dann wieder zur\u00fcck nach Milano.<\/p>\n<p>Gleich am n\u00e4chsten Tag habe ich angefangen \u2013 in der K\u00fcche. Einen Monat habe ich Geschirr gesp\u00fclt. Verpflegung und Unterkunft waren frei. Das war aber nichts f\u00fcr mich. Ich wollte wieder zur\u00fcck. Das war nicht mein Ding, ich hatte als Installateur gearbeitet und wollte mir hier nicht den ganzen Tag in der K\u00fcche die Beine in den Bauch stehen. Man merkte mir meine Unzufriedenheit an. Darauf sprach einer meiner Kumpels mit dem Chef. Zum Gl\u00fcck konnte er ihn \u00fcberreden\u00a0und so begann eine neue Zeit f\u00fcr mich. Ich lernte schnell, die Arbeit ging gut von der Hand, die Jahre vergingen und so wurden aus einem Monat 24 Jahre.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich gibt es Tage, an denen sich das Leben nicht von der sch\u00f6nsten Seite zeigt und ich bei einem Espresso und der Musik von Fabrizio de Andrea oder Lucio Dallas mir meine Gedanken mache. Und ich blicke f\u00fcr einen Moment zur\u00fcck und mir gehen viele Bilder durch den Kopf: Ja, Kalabrien hat was. Die Str\u00e4nde, die K\u00fcsten und die Berge\u2026<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.laterrazza-kamen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/open.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-374\" alt=\"open\" src=\"http:\/\/www.laterrazza-kamen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/open.jpg\" width=\"320\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/www.laterrazza-kamen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/open.jpg 320w, https:\/\/www.laterrazza-kamen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/open-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Jetzt, wo der giornalista mich fragt.<\/p>\n<p>Nein, dennoch kann ich mir nicht vorstellen nach Italien zur\u00fcckzukehren Ich habe mich an das Leben hier gew\u00f6hnt, vor allem an das Ruhrgebiet und hier in Kamen habe ich Freunde gefunden. Nach Italien gehe<\/p>\n<p>ich nur, um zu entspannen, die Verwandtschaft zu sehen. Ansonsten ist das Ruhrgebiet ein St\u00fcck Heimat geworden. Das kann man sogar an meiner Speisekarte ablesen: Pizza S\u00fcdkamen oder Pizza Sucuk.<\/p>\n<p>Ich habe erst vor kurzem die Pizzeria von meinem Bruder \u00fcbernommen und seitdem bin ich nicht mehr Pizzab\u00e4cker, sondern mein eigener Chef. Und Sie werden lachen, gewisse deutsche Tugenden wei\u00df ich jetzt mehr als zuvor zu sch\u00e4tzen: Ordnung, Sauberkeit und Disziplin.<\/p>\n<p>In Italien muss man \u201epazienza\u201c, also Geduld haben. Die M\u00fchlen mahlen langsam. Kommst du heute nicht, kommst du morgen. Erst hier habe ich gelernt: Zeit ist Geld.<\/p>\n<p>Und wenn wir schon einmal dabei sind. Ich muss weitermachen, genug parlato. Die Kunden warten auf ihre Pizzen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.laterrazza-kamen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/pizza_gino.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-372\" alt=\"pizza_gino\" src=\"http:\/\/www.laterrazza-kamen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/pizza_gino.jpg\" width=\"320\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/www.laterrazza-kamen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/pizza_gino.jpg 320w, https:\/\/www.laterrazza-kamen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/pizza_gino-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Also, a presto, bis dann. Schauen Sie einfach rein und lassen Sie sich \u00fcberraschen. Mein Team und ich sorgen f\u00fcr ihr leibliches Wohl bei famili\u00e4rer Atmosph\u00e4re. Hier sind Sie herzlich willkommen.<\/p>\n<p>Ob auf einen schnellen Espresso oder einen entspannten Pasta-Abend mit Freunden. An Sommertagen ist zudem unser schattiger Biergarten ein beliebter Treffpunkt f\u00fcr viele, die bei k\u00f6stlichen italienischen Spezialit\u00e4ten die Jahreszeit genie\u00dfen m\u00f6chten.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem k\u00f6nnen Sie ganz bequem a la carte von zu Hause aus bestellen.<\/p>\n<p>____________________________________________________________<\/p>\n<h6>8.3.2014<\/h6>\n<h6>H\u00f6rfunkjournalist und Autor<\/h6>\n<h6>Levent Aktoprak<\/h6>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Mirto Crosia \u00fcber Mailand nach Kamen Bislang hatte mich niemand ernsthaft danach gefragt, ob ich mir vorstellen k\u00f6nne, wieder zur\u00fcckzukehren. Nach so vielen Jahren in Deutschland zur\u00fcckkehren, weg aus dem Ruhrgebiet, in meine alte Heimat, nach Kalabrien in den Ort Mirto Crosia, in dem ich 11.6. 1969 geboren wurde. 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